Bauherrschaft / Auftraggeber
Gemeinde Ingenbohl

Objektadresse
Bahnhof Brunnen

Jahrgang / Planung
2024

Bausumme
20.8 Mio

Funktion / Tätigkeit
Projektleitung Architektur
Vorprojekt, Bauprojekt & Bewilligungsverfahren

Sachbearbeiter
Martin Wyss, Elena Todorova, Marlise Voegelin

Planungsteam
PlaGe-Brunnen+
Gesamtleitung & Ingenieurbau Gruner Berchtold Eicher, Zug
Architektur Hochbau, KAMM Architekten AG, Zug
Verkehrsplanung, AKP Ingenieure, Luzern
Landschaftsarchitektur, Iten Landschaftsarchitekten GmbH

Visualisierungen
DOME VISUAL GMBH

Aufgabenstellung
Das Bahnhofareal Brunnen nimmt eine Schlüsselstellung für die Entwicklung des Ortes ein – als Wohn- und Arbeitsort, aber auch als touristisches Tor in den Talkessel Schwyz. Die bestehende Infrastruktur entsprach nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemässe regionale öV-Drehscheibe. Im Auftrag der Gemeinde Ingenbohl plante die Planergemeinschaft Brunnen+, bestehend aus Gruner AG (Gesamtleitung) und KAMM Architekten AG (Architektur / Hochbau), das gesamte Areal zwischen Kantonsstrasse und Gleisanlage neu. Ziel war ein Bahnhofplatz, der Bahn, Bus, Langsamverkehr und Aufenthaltsqualität zu einem stimmigen Ganzen verbindet – identitätsstiftend für Brunnen und Ingenbohl.

Konzept
Das Bahnhofsgebäude – denkmalgeschützt und architektonisch präsent – bildet das räumliche Herzstück des Projekts. Die neuen Bauten nehmen sich bewusst zurück und schaffen einen Rahmen, der dem historischen Bestand die verdiente Wertigkeit lässt. Sechs schlanke Schirmdächer überspannen die Busperrons und die Bahnhofshalle und fügen sich als zeitgemässe, zurückhaltende Möblierung in den Platz ein.
Die Materialisierung differenziert die unterschiedlichen Nutzungszonen: Natursteinplatten in regionalem Granit verbinden die Aufenthaltsbereiche und schaffen einen urbanen, dennoch naturnahen Charakter. Helle Betonfahrbahnen für den Busverkehr, dunkler Waschbeton für die Kreiselbereiche und konventioneller Asphalt für den MIV zonieren das Areal lesbar und präzise. Durchlaufende Baumreihen nach dem Schwammstadtprinzip, Staudenmischpflanzungen und grosszügige Vegetationsflächen mildern die Hitzeentwicklung und verleihen dem Platz ökologische wie gestalterische Qualität.
Das Nebengebäude wird weitgehend neu erstellt und beherbergt neben Bahntechnik und Kiosk auch ein barrierefreies öffentliches WC. Eine Pfosten-Riegel-Fassade aus Stahl und Glas, extensiv begrünte Dächer mit Photovoltaikanlage und eine sorgfältig abgestimmte Beleuchtung runden das Bild eines Ortes ab, der Ankunft und Aufenthalt gleichermassen einlädt.